Top-Energiespartipps 2015 Praxisnah anwendbar
» Heizung
Die Heizung macht mit bis zu 80 Prozent den Löwenanteil der Energiekosten eines Privathaushalts aus.
Umso mehr lohnen sich die Sparmaßnahmen!
  • Raumtemperatur senken
    • Jedes Grad weniger spart bereits fünf Prozent Heizkosten! In Wohnräumen reichen normalerweise 20 °C, in Flur und Schlafzimmer 16-18 °C. Nachts kann die Temperatur weiter runtergeregelt werden. Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen halten und das Badezimmer nur zu den Nutzungszeiten beheizen!

  • Stoßlüften statt gekippter Fenster
    • Bei angekippten Fenstern entweicht kontinuierlich Wärme, die Heizung muss doppelt arbeiten. Lüften Sie in Stößen, am besten mit Durchzug. Fünf bis zehn Minuten reichen; nach Schließen der Fenster ist die Raumtemperatur rasch wieder erreicht.

  • Heizkörper frei halten
    • Massive Möbel vor den Heizkörpern blockieren die Wärme, so dass sie nicht richtig im Raum zirkulieren kann. Halten Sie die Heizkörper frei und achten Sie bei Verkleidungen auf ausreichend große Lüftungsschlitze.

  • Heizkörper entlüften
    • Vor und nach der Heizperiode die Heizkörper entlüften. Wenn Luft das Wasser verdrängt, kann sich der Heizkörper nicht richtig erwärmen.

  • Im Urlaub Heizung ausschalten
    • Bei längerer Abwesenheit sollte die Heizung ganz ausgeschaltet werden. Gleiches empfiehlt sich, wenn man den ganzen Tag außer Haus ist.
» Warmwasser
Ob über Gas oder Strom - die Warmwasserversorgung ist in den meisten Haushalten der zweitgrößte Faktor bei den Energiekosten.
Auch hier lassen sich mit einfachen
  • Umwälzpumpe nachts abschalten
    • Alte Umwälzpumpen an der Gasheizung, die für ständig zirkulierendes Warmwasser sorgen, verursachen oft mehr als 100 Euro Stromkosten pro Jahr. Neue Umwälzpumpen verbrauchen nur ein Zehntel davon. Wer die Pumpe nachts abschaltet, spart zusätzlich.

  • Duschen statt baden
    • Beim Duschen fließt nur ein Drittel der beim Baden benötigten Wassermenge; ein wassersparender Duschkopf kann den Verbrauch zudem um weitere 50 Prozent senken. Weiterer Vorteil: In der Dusche darf das Wasser drei bis fünf Grad kälter als beim Baden sein, wird aber als genauso warm empfunden.

  • Durchlauferhitzer nicht über 50 °C
    • Durchlauferhitzer sind wahre Stromfresser. Umso mehr lohnen sich elektronisch geregelte Geräte, die exakt die eingestellte Wassertemperatur liefern. Auch bei älteren Geräten nie mehr als 50 °C einstellen. Ganz wichtig: Nach Benutzung den Wasserhahn bei Einhebelarmaturen immer auf “kalt” stellen, da der Durchlauferhitzer sonst automatisch anspringt.
» Elektro-Großgeräte
Kühl- und Gefriergeräte machen in vielen Haushalten rund 20 Prozent des Jahresstromverbrauchs aus, Waschmaschinen rund 15 Prozent. Ein paar kleine Tricks können den Verbrauch deutlich senken.
  • Energieeffizienzklasse A
    • Ob Wasch- oder Spülmaschine, Kühlschrank oder Herd - bei Neukauf sollte man grundsätzlich auf einen möglichst geringen Stromverbrauch zu achten. Zwar sind die Geräte meist etwas teurer, doch angesichts steigender Energiekosten rechnet sich die Investition.

  • Waschmaschine komplett füllen
    • Nutzen Sie das Volumen der Waschmaschine richtig aus und wählen Sie eine niedrige Temperatur. Bei normal verschmutzter Wäsche reichen 40 °C. Eine Vorwäsche ist meist überflüssig und kostet nur unnötige zehn Cent.

  • Wäsche aufhängen statt Trockner
    • Klarer Vorteil: Das Trocknen auf der Leine kostet nichts. Außerdem reicht ein Schleudergang mit 1000 Umdrehungen. Muss es allerdings doch der Wäschetrockner sein, immer den höchsten Schleudergang wählen, um Zeit und Strom zu sparen.

  • Kühlschrank nicht zu kalt einstellen
    • Eine Temperatur von 6-8 °C im Kühlschrank ist völlig ausreichend. Schon zwei Grad niedriger erhöhen den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent.

  • Wärmequellen neben Kühlschrank
    • Kühlschrank oder Gefriergerät niemals neben Wärmequellen wie Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine oder Heizung stellen! Das treibt den Stromverbrauch nur unnötig in die Höhe.

  • Kühlschrank regelmäßig abtauen
    • Eis an den Kühlschrankwänden isoliert die Kühlelemente, die dadurch stärker kühlen müssen, um die eingestellte Temperatur aufrechtzuerhalten. Tauen Sie deshalb zweimal im Jahr Kühlschrank und Gefrierfach ab!

  • Beim Kochen Restwärme nutzen
    • Ob Gas- oder Elektroherd - das Vorheizen des Backofens ist überflüssig und führt zu keinem besseren Ergebnis. Beim E-Herd sollten Sie Kochplatte oder Backofen schon 10 Minuten vor Ende der Garzeit abschalten, um so die Restwärme optimal zu nutzen.

  • Immer den Deckel benutzen
    • Pfannen und Töpfe sollten grundsätzlich der Größe der Kochplatte entsprechen. Wenn Sie beim Kochen und Braten zusätzlich einen Deckel benutzen, sparen Sie damit bis zu 65 Prozent Energie!

  • Geschirrspüler mit Sparprogramm
    • Ebenso wie die Waschmaschine sollte der Geschirrspüler nur komplett befüllt in Betrieb genommen werden. Bei normal verschmutztem Geschirr reichen Sparprogramme.
» Licht
Der Stromverbrauch von Leuchtmitteln beträgt in den meisten Haushalten immerhin 10 Prozent des Gesamtverbrauchs.
Ein guter Grund, auch hier zu sparen, zumal Glühbirnen zu den größten Stromräubern gehören.
  • Zur Energiesparlampen wechseln
    • Das Sparpotenzial von Energiesparlampen macht sich vor allem dort bemerkbar, wo das Licht lange eingeschaltet ist. Tatsächlich verbrauchen sie im Vergleich zu Glühbirnen bis zu 80 Prozent weniger Strom! Weiterer Pluspunkt: Sie haben noch dazu eine achtmal längere Lebensdauer.

  • Licht aus in ungenutzten Räumen
    • Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber im Alltag wird es doch oft vergessen: Schalten Sie das Licht konsequent aus, wenn Sie einen Raum verlassen. Für Flur oder Treppenhaus lohnt sich mitunter eine Abschaltautomatik.

  • Halogenstrahler vermeiden
    • Tauschen Sie Halogenstrahler gegen andere Leuchtmittel aus, denn die Strahler sind wahre Stromfresser. Das kann man nicht zuletzt an ihrer großen Wärmeabstrahlung feststellen. Weiteres Problem: Der Transformator zieht auch im ausgeschalteten Zustand noch Strom.
» Elektrokleingeräte
Fernseher, DVD-Recorder, Stereoanlage, Computer, Monitor, Drucker, Espressomaschine, elektrische Zahnbürste, schnurloses Telefon usw. - die Zahl der Elektrokleingeräte im Haushalt ist riesig. Und viele davon fressen Strom, obwohl sie gar nicht laufen. Das Einsparpotenzial beträgt bis zu 100 Euro im Jahr!
  • Stand-by-Modus immer ausschalten
    • Wer Geräte im Stand-by-Betrieb laufen lässt, verschenkt bares Geld. Allein bei Fernseher, Anlage und DVD-Player summiert sich die ständige Bereitschaft auf 30 Euro im Jahr! Geräte also immer ganz ausschalten.

  • Ladegeräte vom Netz trennen
    • Ob Handy, Rasierer oder elektrische Zahnbürste - akkubetriebene Geräte ziehen ständig Strom. Laden Sie Handy & Co. also nur so lange, wie es tatsächlich nötig ist und nehmen Sie das Ladegerät danach vom Netz! Schnurlose Telefone sollten erst wieder auf die Ladestation, wenn sie fast entladen sind. Elektrische Zahnbürste oder Rasierer ganz vom Stromnetz nehmen.

  • EDV an Steckdosenleiste
    • Auch Computer, Monitor und Drucker ziehen nach dem Ausschalten weiter nach Strom. Schließen Sie daher sämtliche EDV-Geräte an eine Steckdosenleiste mit Netzschalter an, um sie nach Betrieb richtig auszuschalten. Das gilt auch für den DSL-Router!

  • Stromsparfunktion beim Computer
    • Statt den Computer die ganze Zeit laufen zu lassen, aktivieren Sie lieber den Stromsparmodus. Dieser schaltet das Gerät nach einer frei wählbaren Zeit in den Standby-Modus. Das Drücken einer Taste genügt, um weiterarbeiten zu können.

  • Flachbildschirm statt Röhre
    • Flachbildschirme sind nicht nur schicker, platzsparender und strahlungsärmer als Röhrenmonitore, sie verbrauchen auch weniger Strom. Bei einem 19-Zoll- Bildschirm beläuft sich der Unterschied pro Jahr auf 15 Euro.